Pizza vom Grill: Was du wirklich brauchst
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Pizza vom Grill schmeckt besser als aus dem Backofen. Der Grund ist simpel: Temperatur. Ein Haushaltsbackofen schafft 250 bis 280 Grad, ein geschlossener Gasgrill kommt locker auf 350 Grad und mehr. Bei diesen Temperaturen ist die Pizza in wenigen Minuten fertig, der Boden wird knusprig und der Belag bleibt saftig.
Die gute Nachricht: Du brauchst dafür keinen separaten Pizzaofen. Was du wirklich brauchst, ist überschaubar.
Unverzichtbar
Eine Hitzespeicher-Fläche
Direkt auf dem Grillrost wird das nichts – der Boden bekommt Streifen statt einer gleichmäßigen Kruste. Du brauchst eine Fläche, die Hitze speichert und von unten an den Teig abgibt: einen Pizzastein, eine Pizzastahlplatte oder eine massive Grillplatte.
Wichtig ist die Vorheizzeit. Ein Pizzastein braucht mindestens 30 Minuten, um wirklich durchgeheizt zu sein. Wer nach 10 Minuten die erste Pizza auflegt, wundert sich über den blassen Boden.
Ein Pizzaschieber
Ohne geht es praktisch nicht. Der Stein liegt tief im heißen Grill, du musst die Pizza in einer Bewegung dorthin befördern. Mit Backpapier funktioniert es notdürftig, aber Backpapier verträgt die Temperaturen oft nicht und verhindert die direkte Hitzeübertragung auf den Boden.
Achte auf drei Dinge: perforiert (überschüssiges Mehl fällt durch und verbrennt nicht), abgeschrägte Vorderkante (kommt leichter unter den Teig), und ein Stiel, der lang genug ist, dass du dir am geschlossenen Grill nicht die Hand verbrennst.
Hitzebeständige Handschuhe
Bei 350 Grad im geschlossenen Grill reicht ein Topflappen nicht. Grillhandschuhe mit langem Unterarmschutz sind hier kein Luxus, sondern Grundausstattung – besonders, wenn du den Stein einmal umsetzen musst.
Sehr nützlich
Ein Infrarot-Thermometer
Das Thermometer im Grilldeckel misst die Lufttemperatur, nicht die des Steins. Der Unterschied kann 100 Grad betragen. Ein günstiges Infrarot-Thermometer zeigt dir, wann der Stein wirklich bereit ist.
Hartweizengrieß
Kein Werkzeug, aber der Unterschied zwischen gelingender und klebender Pizza. Grieß statt Mehl auf dem Schieber – die groben Körner wirken wie Kugellager.
Kann man sich sparen
- Teigmaschine: Schön, aber für zwei bis vier Pizzen reichen die Hände völlig.
- Spezielle Pizzaformen und Bleche: Verhindern genau das, was du willst – direkten Kontakt zwischen Teig und heißem Stein.
- Ein zweiter, kleiner Wender: In der Pizzeria sinnvoll, zu Hause bei drei Pizzen am Abend nicht nötig.
Der Ablauf in Kurzform
- Stein oder Platte in den kalten Grill legen, Grill auf höchste Stufe, Deckel zu, mindestens 30 Minuten aufheizen.
- Teigfladen ausziehen und auf den bemehlten Schieber legen.
- Zügig belegen – sparsam mit der Sauce.
- Kurz ruckeln zum Testen, dann in einer Bewegung auf den Stein ziehen.
- Deckel zu. Je nach Temperatur zwei bis fünf Minuten. Zwischendurch einmal drehen, weil die Hitze selten gleichmäßig ist.
Bei uns findest du den perforierten Pizzaschieber und passende hitzebeständige Grillhandschuhe – die beiden Teile, an denen es beim Pizzabacken am Grill am häufigsten scheitert.